NEWS / EVENTS

18.12.2015

Ausblick auf das neue Jahr 2016

Ein kreatives Jahr geht zu Ende, ein inspirierendes folgt...


Ein kreatives und erfülltes Jahr 2015 geht zu Ende, ein Jahr der künstlerischen Vielfalt und Begeisterung. Unsere Dozenten garantierten die gewohnt hohen Qualitätsstandards im fachlich-künstlerischen Bereich wie in der Vermittlung mit dem Ziel, subjektorientiert das künstlerische Potential jedes einzelnen zu heben und die individuelle Professionalität zu stärken. Kursteilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern ließen sich von dem differenzierten praxisnahen Angebot inspirieren und verbrachten anregende Tage stressfrei und konzentriert in der Alten Saline. Erfolgreich entwickelte sich auch die Ausstellungstätigkeit in der Städtischen Galerie Bad Reichenhall als Bestandteil unseres Professionalisierungsprogramms für Fortgeschrittene.

AUSBLICK 2016
Facettenreich und unterschiedlichste künstlerische Neigungen und Interessen berücksichtigend, ist das Jahresprogramm 2016. Neben den zahlreichen bewährten und geschätzten Dozentinnen und Dozenten werden einige neue Künstlerinnen und Künstler an unserem traditionsreichen Haus unterrichten. Wir wollen sie Ihnen in diesem und den nächsten Newsletters vorstellen.
 
Das Künstler-Porträt – Teil I:
Malerei als Ganzes mit Anton Henning

Anton Henning (Jg. 1964) zählt zu den renommiertesten deutschen Malern der mittleren Generation. In den vergangenen 20 Jahren hatte er zahlreiche Einzelausstellungen, u.a. im Kunstmuseum Luzern, im Museum für Moderne Kunst Frankfurt, im Stedelijk Museum voor Actuele Kunst Gent, im Mamco Genf, Magasin 3 Konsthall Stockholm und in diesem Jahr im Zeppelin Museum in Friedrichshafen.
Charakteristisch für sein Werk ist die Unbekümmertheit im Umgang mit Stilen und Motiven. Mit einem Augenzwinkern greift er in den Fundus der Kunstgeschichte, kombiniert gegenständliche und abstrakte Malerei unterschiedlicher Richtungen und Zeiten und bringt mit dieser Praxis eine große Offenheit in die Kunst. Von dieser Unbefangenheit und stilistischen Bandbreite profitiert sein Kurs an der Kunstakademie, in dem auch technisch von Öl bis Acryl alles möglich ist.

 
 @ Anton Henning

Das Künstler-Porträt – Teil II:
Material Pappe mit Stephan Obermayer


Stephan Obermayer (Jg. 1979) zählt zu unseren jüngeren und äußerst experimentierfreudigen Dozenten. Bereits während seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg entdeckte er Pappe als Material. In die Kunstgeschichte fand diese Eingang in der klassischen Moderne durch Collagen der Kubisten und Dadaisten. In der Gegenwartskunst verwendet z.B.  Manfred Pernice einfache Materialien wie Pappe oder Sperrholz für seine Installationen. Dieser alltägliche Werkstoff eröffnet eine Vielfalt von Möglichkeiten zwischen Zwei- und Dreidimensionalität, von Wandstücken über Plastiken bis hin zu räumlichen Installationen. In seinem Kurs gibt Stephan Obermayer seine Materialexpertise wie seine reichen Erfahrungen gerade auch im plastischen und räumlichen Gestalten weiter.



@ Stephan Obermayer

Das Künstler-Porträt – Teil III:
Brücken zwischen Europa und Asien schlagen mit Leiko Ikemura


"Die schöpferische Kraft kommt aus dem Wasser, aus dem Wasser und dem Himmel. Nichts anderes." (Leiko Ikemura) Leiko Ikemura hat in ihrer mehr als dreißigjährigen Künstlerlaufbahn ein Malerei, Plastik, Zeichnung umfassendes Werk geschaffen. Verbunden werden damit besonders eine charakteristische Figurenauffassung – gleichsam der Welt abhanden gekommene weibliche Wesen – und eine spezifische Landschaftsauffassung – gleichsam kosmische, entgrenzte Landschaften. Dies erinnert an die Romantik, die ebenfalls die Rationalität als Beschränkung sah und den inneren Bildern nachspürte. Etwas Träumerisches, nicht eindeutig zu Definierendes, Atmosphärisches prägt vor allem die Malerei. In der Weltauffassung wie in der Ästhetik glaubt man aber auch den Nachhall der japanischen Kulturgeschichte zu spüren. Bis Ende Januar sind etwa 200 Arbeiten in einer eindrucksvollen Retrospektive im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln zu sehen.
Als erste ausländische Professorin an einer deutschen Kunsthochschule lehrte sie von 1991 bis 2015 an der Universität der Künste in Berlin.



@ Leiko Ikemura

Am Ende noch ein Anliegen in eigener Sache: 2016 feiern wir 20 Jahre Kunstakademie Bad Reichenhall. Am 18. Juni steigt das große Jubiläumsfest. Bei der Programmgestaltung bitten wir um Ihre kreativen Beiträge über besonders schöne, inspirierende, berührende, nachhaltige Erlebnisse, die Sie an der Kunstakademie hatten,  Bilder,  Texte, Lieder, Gedichte…..  

Das Team der Kunstakademie wünscht Ihnen Frohe Festtage und einen spritzigen Start in das Neue Jahr! Wir freuen uns auf das Wiedersehen!